Vortrag und Diskussion mit einem Genossen der Kommunistischen Jugend Griechenlands (KNE)
Griechenland wurde besonders hart von der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise getroffen. Auf der anderen Seite setzt sich griechische Jugend auch massiv gegen diese Angriffe zur Wehr. Doch letztendlich ist es überall das Gleiche: Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollen zahlen, damit die Schuldigen, die Banken und Konzernen vom Staat unterstützt werden können. Deshalb gilt es den Abwehrkampf und den Kampf um eine Alternative gemeinsam zu führen. In der Diskussion mit unserem griechischen Genossen werden wir einen Bogen schlagen von den Kämpfen der Schüler und Schülerinnen in Griechenland und in Europa hin zum Kampf der Jugend in aller Welt für bessere Bildung und Ausbildung, für ein Leben in Frieden und für soziale Gerechtigkeit. Die internationale Solidarität findet ihren Ausdruck vor allem in den Weltfestspielen der Jugend und Studierenden, die in diesem Jahr zum 17. Mal stattfinden werden, diesmal in Südafrika. Daher informieren wir euch auch über dieses einzigartige Ereignis.
Termine:
6. September Berlin 7. September Hannover 8. September Köln 9. September Frankfurt 10. September München
1.9.2010. Deutschland führt Krieg in Afghanistan. Auch wenn Politiker von den Grünen bis zur CSU beteuern, Freiheit und Menschenrechte durch Bomben und Krieg zu verteidigen, dringen doch immer wieder die wahren Aufgaben der Bundeswehr am Hindukusch an die Öffentlichkeit. Sie soll den freien Zugang zu Rohstoffen und Absatzmärkten in der Region sicherstellen. Klar wird dies etwa bei der Erkenntnis, dass „… im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege...“ (Horst Köhler 27.5.2010). Oder auch mit dem Satz: "Deutschland, dessen wirtschaftlicher Wohlstand vom Zugang zu Rohstoffen, Waren und Ideen abhängt, hat ein elementares Interesse an freien Transportwegen" (Weißbuch der Bundeswehr 2006). Klar ist auch: in Afghanistan, einem Land, in dem es trotz dem massiven Demokratie-Sendungsbedürfnis der Besatzungsarmeen nicht möglich war, auch nur annähernd demokratische Wahlen abzuhalten, profitieren deutsche Unternehmen gleich zweimal. Zum einen als Rüstungsfirmen direkt am Krieg, zum anderen als zivile Unternehmen am Wiederaufbau des Landes. Dies geschieht, indem sie sich über Entwicklungshilfe bezahlte Infrastrukturmaßnahmen wie etwa Straßenbauvorhaben als Aufträge sichern. Konzerne wie Siemens vereinen beide Aspekte des wirtschaftlichen Nutzens sogar in einem Unternehmen. In dem gleichen Maße, wie die deutsche Wirtschaft von den Kriegshandlungen in Afghanistan und ihrer geostrategischen Bedeutung profitiert, in dem gleichen Maße sieht sich die deutsche Öffentlichkeit mit den schmutzigen Begleiterscheinungen von Kriegen, wie toten Zivilisten, toten deutschen Soldaten, oder auch Bundeswehrangehörigen, die mit Totenschädeln vor der Kamera posieren, konfrontiert. Die konstanten 2/3 der bundesdeutschen Bevölkerung, die den Afghanistaneinsatz der Bundeswehr ablehnen, sind dabei ebenso aussagekräftig wie folgenlos, solange sich ihre Ablehnung nicht in konkreten Aktionen oder Wahlergebnissen niederschlägt.
Dortmund stellt sich quer! Sie werden nicht durchkommen!
Zum 6. Mal in Folge wollen Neofaschisten anlässlich des Antikriegstages durch Dortmund marschieren. Für den 4. September mobilisieren sie europaweit in die Ruhrgebietsmetropole. Nach dem erfolgreich verhinderten Großaufmarsch der Neonazis in Dresden gilt der so genannte „Nationale Antikriegstag" in Dortmund als wichtigste Nagelprobe der so genannten „Autonomen Nationalisten" bundesweit.
Dortmund hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Hochburg militanter Neonazis entwickelt. Brutale Übergriffe auf MigrantInnen und linke Jugendliche, auf alternative Buchläden und Zentren, Parteibüros und Privatwohnungen von Antifaschistinnen und Antifaschisten häufen sich. Am 1. Mai 2009 griffen Neofaschisten die 1. Mai-Demo des DGB an.
Die Nazis sagen, Dortmund sei ihre Stadt. Wir sagen: Niemals!
SDAJ Ostwestfalen-Lippe lädt ein zum Sommercamp 2010
Wir, die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend, sind eine Selbstorganisation von SchülerInnen, Auszubildenden, jungen ArbeiterInnen und StudentInnen. Wir haben uns bundesweit zusammengeschlossen um für eine Welt zu kämpfen ohne Ausbeutung und Rassismus, in der nicht die Bosse und Reichen das Sagen haben, sondern die Menschen die in ihr leben. Dieses Ziel können wir jedoch nicht allein durch eine Verbesserung der bestehenden Verhältnisse erreichen, sondern benötigen dafür einen Bruch mit diesem System, dem Kapitalismus.
Wenn Du aber nur allein kämpfst, oder nur bei spontanen Aktionen dabei bist, wirst Du auf Dauer nicht viel gegen die Herrschenden ausrichten können. Sie haben einen großen Apparat auf den sie zurückgreifen können und sind gut organisiert. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns auch organisieren, um gemeinsam und solidarisch unsere politischen Forderungen durchzusetzen.
Am Dienstag plante die Bundeswehr, mit ihrem Bundeswehrtruck an dem Münchner Lion-Feuchtwanger-Gymnasiums eine Propagandaveranstaltung abzuhalten. Den SchülerInnen wurde dieser Auftritt erst einen Tag vorher angekündigt, womöglich um massive Proteste zu verhindern. Einige dieser SchülerInnen wandten sich an das Münchner AntiMil-Bündnis, welches sofort Gegenproteste organisierte. Am Morgen verteilte die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend München (SDAJ) schließlich Flugblätter und erwirkte Aufmerksamkeit durch ein Transparent mit der Aufschrift: »Bundeswehr raus aus Schulen«. Relativ schnell kam der Rektor des Gymnasiums, um den legitimen Protest zu verhindern. Als sich die Gegendemonstranten nicht beeindrucken ließen, wurde die Polizei angefordert, die sehr rasch kam. Die Demonstranten hielten nun vor dem Eingang der Schule eine Spontankundgebung ab und wurden viele Flyer verteilt.